Diedorfer Bote 2011

Veröffentlicht am 31.12.2010 in Kommunalpolitik

v.l.n.r.: A. Kaiser, Markträtin M. Prues, Markträtin H. Hurler, L. Rager, G. Steiner, T. Lorenz, A. Leibelt

Zum Jahreswechsel Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, im September 2010 konnten wir den 40. Flohmarkt für Kinderkleidung und Spielsachen veranstalten! Begonnen hat unser Projekt „Kinderflohmarkt“ am 05. Dezember 1992, als die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF), damals unter Vorsitz von Frau Anneliese Kaiser, den 1. Flohmarkt im Pfarrheim Diedorf organisierte. Der große Andrang machte es bald notwendig, in das Foyer der Schmuttertalhalle und schließlich in die Aula der Diedorfer Schule umzuziehen, wo der Flohmarkt bis heute stattfindet. Es gab genügend Gründe für die Einrichtung des Kinderflohmarktes: Für junge und sparsam wirtschaftende Eltern sollte eine Möglichkeit geschaffen werden, ihren Bedarf an Kinderkleidung und Spielsachen kostengünstig zu decken und zu klein gewordene Kleidung wieder verkaufen zu können. Die Erlöse aus Standgebühr und dem Verkauf von Kaffee und Brezen wurden an verschiedene Diedorfer Einrichtungen gespendet. So wurden z.B. an die Hochwasseropfer im Jahre 2002 und an den Förderverein des Kindergartens in Lettenbach Fördergelder gezahlt. Für den Kindergarten im Bürgerhaus Diedorf, den integrative Kindergarten, den Hort und die Mittagsbetreuung an der Diedorfer Schule konnten aus den Erlösen Spielsachen angeschafft werden. Die restlichen Einnahmen trugen dazu bei, dass über viele Jahre hinweg, das Defizit des Beitrages der SPD-Diedorf zum Diedorfer Ferienprogramm ausgeglichen werden konnte. Nicht verkaufte Waren, die von den Verkäufern gespendet wurden, konnten an die Rumänienhilfe oder die Partnergemeinde Bernartice weitergegeben werden, die ihrerseits damit wieder einen Flohmarkt veranstaltete und aus dem Erlös zwei Fahrräder für den dortigen Kindergarten kaufen konnte. Wir, die Frauen der ASF, wollen diese Erfolgsgeschichte zum Wohle der Mütter/Väter und der Diedorfer Einrichtungen weiterführen und würden uns freuen, wenn sich nun die eine oder andere Frau angesprochen fühlen würde, bei uns mitzumachen. Sprechen Sie uns einfach an! Die Telefonnummern finden Sie auf der zweiten Seite. Ihre Maria Prues Vorsitzende des ASF und des SPD-OVs Diedorf -------------------- Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein Jahr ging zu Ende, an dessen Beginn wohl jeder von uns sich häufig seine Gedanken über die Banken- und Wirtschaftskrise machte und keiner wusste, was wohl das Jahr 2010 für uns bringt. Inzwischen hat sich zumindest in der Wirtschaft, dank der Vorarbeiten der Bundesregierung unter Gerhard Schröder und der nachfolgenden großen Koalition mit Peer Steinbrück als Finanzminister, einiges wieder zum Positiven gewendet, wenn auch viele Arbeitnehmer vom Aufschwung leider noch kaum etwas spüren. Ein Rückblick auf die Ereignisse und Ergebnisse in der Kommunalpolitik des Marktes Diedorf erfüllt mich ebenfalls mit etwas Stolz. Seit Beginn dieses Schuljahres können Kinder aus unserem Heimatort und den Nachbargemeinden hier ein Gymnasium besuchen, mit bestens ausgestatteten Klassenzimmern, kleinen Klassen, gut motivierten Lehrern und kurzen, sicheren Schulwegen. Als meine Fraktionskollegin Maria Prues im Jahr 2007 den Antrag stellte, Diedorf solle sich für den Standort eines Gymnasiums im westlichen Landkreis bewerben, dachte noch niemand daran, dass dies schon im Jahre 2010 Wirklichkeit werden könnte. In diesem Zusammenhang gebührt auch dem Kreistag für seine Entscheidung zum Standort Diedorf ein herzlicher Dank. Was ist sonst noch geschehen? Unsere Schule, erbaut in den 60iger Jahren, konnte endlich energetisch saniert werden. Das Schwimmbad erhielt eine völlig neue Technik, die den heutigen Erfordernissen an die Umwelt entspricht. Im Ortsteil Anhausen ist der Bebauungsplan Nr. 51, „Nördlich der Feldstraße“ so weit gediehen, dass im kommenden Frühjahr mit der Bebauung des Geländes begonnen werden kann. Auch die Planung des Gebietes „Westlich der Lindenstraße“ beim Seniorenzentrum in Diedorf ist fortgeschritten und wartet jetzt auf das Umlegungsverfahren. Im Marktrat herrscht Einigkeit darüber, maßvoll – und mit verträglicher Infrastruktur – Baugebiete auszuweisen. Wir hoffen auch, dass endlich am Ortseingang von Oggenhof – ehemaliges Ziegeleigelände – etwas geschieht. Vor einigen Jahren wurde Diedorf mit Recht als Gemeinde mit großem Umweltbewusstsein ausgezeichnet. Auch im Jahre 2010 hat der Markt gemeinsam mit den Nachbarorten an der Schmutter ein Zeichen gesetzt. Im November wurde der Kooperationsvertrag mit dem Naturpark Augsburg Westliche Wälder, dem Markt Fischach, der Gemeinde Gessertshausen, der Stadt Neusäß und dem Landkreis Augsburg zum „Biodiversitätsprojekt Schmuttertal“ unterzeichnet. Ziel dieses Projektes ist die Erhaltung der außergewöhnlichen Tier- und Pflanzenwelt. Die Schmutteraue zwischen Fischach und Täfertingen ist einer der ökologisch wertvollsten Auenbereiche in Schwaben. Wenn alle an einem Strang ziehen, kann viel bewegt werden. Ich möchte daher unserem 1. Bürgermeister, Herrn Otto Völk, und allen Kolleginnen und Kollegen des Marktrates herzlich für die gute Zusammenarbeit danken. So kann man sich an der Kommunalpolitik auch nach 38 Jahren noch beteiligen. Zum Schluss bleibt mir nur noch, Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ein gesundes und erfolgreiches Jahr 2011 zu wünschen. Ihr Heinz Göbel 3. Bürgermeister