Die Mehlprimeln kurz vorm Gebiss

Veröffentlicht am 26.02.2014 in Veranstaltungen

Mit den als „satirische Heilpflanzen“ bekannten Mehlprimeln, alias Dietmar und Reiner Panitz, bot der SPD-Ortsverein Diedorf allen Freunden des kabarettistischen Humors im Saalbau Eisernes Kreuz in Diedorf wieder ein ganz besonderes Schmankerl. Mit ihrem hochaktuellen, bissigen und heiteren Programm "Kurz vorm Gebiss" zauberten die bekannten Musikkabarettisten so manches Schmunzeln und Lachen auf die Gesichter des Publikums. Die Überlegung, sich im Alter für 165 Euro täglich lieber auf ein Kreuzfahrtschiff anstatt in ein Altenheim für 200 Euro zu begeben, war ebenso originell wie die Feststellung, dass das Vertrauen in den ADAC ebenso schlecht sei, wie das in die Kirche.

In Erinnerung an den im letzten Jahr verstorbenen Dieter Hildebrandt schilderte Dietmar Panitz köstlich die Erlebnisse eines norddeutschen Urlauberpaares im wochenlangen Endlos-Stau mitten in München. Dazwischen unterhielten die beiden Kabarettisten die Gäste mit virtuosen Instrumentaleinlagen.

Auch zur Kommunalwahl wussten die Mehlprimeln einiges zu vermelden. So räsonierte u. a. ein abgewählter Landrat darüber, dass es wohl nicht demokratisch zugehe, wenn er nach jahrelangen Bemühungen um das Wohl der Bürger nun einfach so abgewählt werde. Es gäbe bei der Verwaltung schließlich nur Wahlunterlagen zu beantragen, aber keine Abwahlunterlagen.

Die Gedichte und Lieder der Mehlprimeln zeugten aber nicht immer nur von feinem Humor. Auch das Gedicht vom geilen Keiler Horst, den keine Sau erhörte, traf den Geschmack des Publikums, das durch seinen langanhaltenden Applaus die Künstler zu mehreren Zugaben bewegen konnte.

Es war ein rundum gelungener Konzertabend, zu dem der Vorsitzende des veranstaltenden SPD Ortsvereins Diedorf, Walter Pecher, unter den zahlreichen Gästen auch die SPD Bürgermeisterkandidatin Christine Prues, den scheidenden 3. Bürgermeister Heinz Göbel, den 2. Bürgermeister Peter Högg sowie mehrere Markträtinnen und Markträte und solche, die es werden wollen, begrüßen konnte.

Sein Dank galt besonders der Buchecke Diedorf, die wie immer in bewährter Weise den Kartenvorverkauf organisiert hatte, sowie dem Theaterverein Diedorf, der für Licht und Ton sorgte.